iRobot Staubsauger

iRobot Staubsauger

Wer träumt nicht davon, nach Hause zu kommen und die Wohnung ist ohne ein eigenes Zutun gereinigt? Außer Putzfanatiker, wahrscheinlich jeder. Aber warum träumen, wenn man sich einen iRobot Saugroboter kaufen kann!
Warum hat sich dann nicht jeder einen gekauft, sind Sie gewillt zu fragen? Die meisten Menschen glauben entweder, iRobot Saugroboter seien nicht-realisierte Zukunftsvisionen, untaugliche Spielzeuge oder aber für den kleinen Geldbeutel nicht erschwinglich. Für die erste Generation mag dies teilweise auch noch gestimmt haben, aber mittlerweile sind die ‚Kinderkrankheiten‘ überwunden und die Bewährungsprobe erfolgreich überstanden. Testergebnisse und auch Kundenmeinungen belegen ihre Tauglichkeit und auch günstige Modelle sind erhältlich, die wunderbar funktionieren.
Tatsächlich haben immer mehr Haushalte einen iRobot Saugroboter, denn langsam spricht sich das kleine technische Wunder herum. Am meisten erstaunt ist man, wenn man sieht, welche bemerkenswerte Reinigungsleistung diese kleinen Dinger erbringen, die sonst nur Vorwerk-Sauger aufweisen. Aber begeistert ist man davon, dass Saugroboter selbständig reinigen und programmiert werden können. Man kann einen Zeit- und sogar Wochenplan festlegen, nach dem der Saugroboter eigenständig und ohne manuelles Starten mit dem Reinigen beginnt und auch wieder selbsttätig zu seiner Ladestation zurückkehrt. Gerade dies ermöglicht eine Reinigung zu Zeiten, an denen Sie nicht da sind und so auch nicht gestört werden können. Dank Sensorentechnik werden Hindernisse vom iRobot umrundet und so ihr Mobiliar geschont. Treppenabsätze werden erkannt und ein Absturz verhindert und durch die oftmals mitgelieferten ‚virtuellen Wände‘ oder ‚Leuchttürme‘ können Sie festlegen, welche Bereiche nicht oder erst im Anschluss gesaugt werden sollen. Mittlerweile sind für einige Produkte auch Hochflor-Teppiche kein Problem mehr. Inwiefern das regelmäßige Leeren des Staubbehälters ein zu großes Manko ist, muss jeder für sich selbst entscheiden und eventuell überlegen, ein Modell mit Absaugstation zu wählen, bei dem die Box automatisch entleert wird. Aber gerade dadurch, dass der iRobot so klein ist, kann er überall hinkommen, wo Sie sonst ganze Möbel verrücken müssten. Die neuen Generationen schaffen mit einer Akkuladung nun auch 4-5 Räume und zudem sind durch die geringen Ladezeiten auch die Pausen geringer, bis wieder automatisch mit der Reinigung fortgefahren wird.
Wenn Sie einen kaufen, werden Sie nicht nur feststellen, dass Sie mehr Zeit für sich haben und Ihre Wohnung nach regelmäßigem Einsatz staubfreier ist, auch Ihre Kinder räumen frei-willig ihr Zimmer auf, damit der ‚Hauself‘ auch bei ihnen saugen kann. Sie werden sehen, Ihr Untermieter ist ganz bestimmt kein ‚Mietnomade‘.

iRobot – das Unternehmen

Das Unternehmen iRobot ist eine der fortschrittlichsten Technologiefirmen aus den Vereinigten Staaten, welches im Jahr 1990 gegründet wurde und heute seinen Sitz in Bedford im US-Staat Massachusetts hat. Man konzentriert sich dort hauptsächlich auf die Entwicklung von Roboterstaubsaugern, Wischrobotern sowie Modelle für das Militär.

Geschichte

iRobot wurde im Jahr 1990 von Rodney Brooks, Colin Angle und Helen Greiner gegründet, welche zuvor für das MIT gearbeitet haben. Ab 1998 entwickelte man für Polizei und Militär spezielle Modelle, sowie ab 2002 den bekanntesten Roboter, Roomba. Der Roboterstaubsauger für den Hausgebrauch wurde ab 2004 millionenfach verkauft und stellt seitdem das Flaggschiff des Unternehmens dar.

Seit 2005 ist man auch an der Börse NASDAQ gelistet. Dazu wurden auch kleinere Unternehmen aufgekauft, um beispielsweise die Kompetenzen und Technologien im Bereich der Wischroboter auszubauen.

Im Jahr 2012 verkaufte man mehr als acht Millionen Roboter für den Hausgebrauch, sowie mehr als 5000 Verteidigungs- und Sicherheitsroboter, welche beispielsweise zur Bombenentschärfung genutzt werden

Roboter Modelle

Roomba

Der erste und bekannteste Roboter von iRobot ist das Modell Roomba, welcher seit 2002 existiert. Er wird in der Regel mit einer Ladestation versorgt, zu der er nach der Reinigung zurückkehrt und seine Batterien auflädt.

Bekannt ist das Unternehmen auch dafür, Benutzern das Hacken der Roboter zu erlauben, da so schlussendlich die Produkte weiter verbessert werden können. Dazu wurden die Zugänge für die serielle Schnittstelle freigegeben, um auch Anfängern das Erstellen von Modifikationen zu erleichtern.

Der Staubsaug-Roboter verfügt über mehrere Sensoren, welche ihm dabei helfen, seine Arbeit zu verrichten. Dazu gehört das Wechseln der Richtung bei Hindernissen, das Aufspüren von Schmutz auf dem Boden sowie das Erkennen von Neigungen, um beispielsweise das Herunterfallen bei Treppen zu vermeiden.

Alle Roomba Modelle sind 34 cm breit und weniger als 9 cm hoch. Sie sind mit zwei unabhängigen Rädern ausgestattet, welche sich um 360° drehen und damit volle Bewegungsfreiheit ermöglichen.

Bis heute wurden sieben Generationen freigegeben:

  • Die erste Generation
  • Die zweite Generation 400 und Discovery-Serie
  • Die dritte Generation 500 und Professional
  • Die vierte Generation 600
  • Die fünfte Generation 700
  • Die sechste Generation 800
  • Sowie die aktuelle Generation 900.

Die Modelle verfügen über ein Bürstenpaar, welches in unterschiedliche Richtungen dreht, um möglichst viel Schmutz vom Boden aufzusammeln. Der Roomba wird von einer austauschbaren NiMH-Batterie angetrieben, welche regelmäßig über die mitgelieferte Ladestation aufgeladen wird. Diese sucht der Roboter mithilfe von speziellen Infrarotsensoren von alleine nach der Reinigung auf, um die Arbeit soweit wie möglich zu reduzieren. Ein Ladevorgang nimmt dabei rund drei Stunden in Anspruch.

Während des Reinigungsvorganges zieht nach den Bürsten eine Art Wischer nach, um auch feinen Staub aufzusammeln. Ein horizontal angebrachter Sauger sorgt dafür, dass auch an Wänden und in Ecken Stellen erreicht werden, die aufgrund der Abmessungen sonst nicht erreicht würden. Damit während des Saugvorganges in mehrstöckigen Wohnungen oder Häusern der Roboter nicht stürzt, ist er mit Sensoren ausgestattet, welche Treppen automatisch erkennen und anschließend die Richtung wechseln.

Bei ersten Generationen wurden große Schmutzstellen noch von akustischen Sensoren erkannt, mittlerweile setzt man auf einen optischen Sensor, welcher in der Front angebracht ist und so zuverlässig größere Staubansammlungen erkennt. Dazu werden manche Generationen auch mit einer Fernbedienung ausgeliefert, um bei Bedarf den Staubsaug-Roboter zu schmutzigen Stellen zu navigieren.

Ergänzend hat der Roomba Puffer, welche ihn daran hindern, zu stark gegen Hindernisse zu stoßen. In der Regel werden die Routen rechtzeitig angepasst. Da man mit fortlaufenden Generationen auch die Laufgeschwindigkeit erhöhte, wurden Infrarotsensoren eingebaut, welche dafür sorgen, dass Hindernisse erkannt sowie zwischen harten und weichen Gegenständen unterschieden wird. Wenn ein Hindernis sich nähert, verringert der Roboter automatisch seine Geschwindigkeit.

Nach entsprechender Laufzeit wird automatisch die Ladestation aufgesucht, um nach der Ruhephase den Betrieb wieder sicherstellen zu können. Dabei hängt die Reinigungszeit vor allem von der jeweiligen Raumgröße sowie der Verschmutzung ab. Die ersten Modelle brauchen noch händische Infos bezüglich der Größe, wobei die späteren Generationen die Raumabmessungen anhand der längsten Raumgeraden schätzen und anschließend saugen, ohne Gegenstände zu berühren. Dazu können gewünschte Zeiten eingestellt werden, zu denen der Sauger täglich oder wöchentlich arbeiten soll sowie weitere nützliche Abläufe programmiert werden.

Der Roomba ist nicht für Teppichboden geeignet. Zusätzlich können die ersten Generationen noch Probleme mit Kabeln bekommen. Die späteren Generationen vermeiden diese, indem sie entweder umfahren oder im Zweifelsfall rückwärts oder seitwärts weggefahren wird. Sie sind so flach konstruiert, dass sie auch unter Betten oder Sofas einfach saugen können, ohne dass man Möbel verrücken muss. Wenn der Roboter doch einmal festgefahren sein sollte, sendet er automatisch einen Piepton oder eine Sprachansage, damit der Benutzer ihn wieder zurücksetzen kann. Aufgrund der fortschrittlichen Sensoren kommt dies allerdings in der Praxis fast nie vor.

Entgegen der Technik anderer Saugroboter setzt das Modell von iRobot nicht auf das planlose Reinigen von beliebig vielen Räumen. Es wurde eine eigene Technologie entwickelt, welche mit simplen Algorithmen dafür sorgt, dass die Räume sehr sauber werden. Daher kann es vorkommen, dass manche Stellen während eines Vorganges doppelt oder dreifach gesaugt werden, weil der Roboter spiralförmig, an den Wänden entlang oder einfach zufällig durch den Raum fährt. Vorteil ist allerdings, dass so auch in komplexen Räumen alle Stellen sehr sauber werden.

Scooba

Der Scooba ist der Wischroboter der US-Firma iRobot. Dieser ist begrenzt seit 2005 verfügbar und komplett verkäuflich ab 2006. Aktuell wird er in rund 40 Ländern weltweit vertrieben. Dabei kommen unterschiedliche Modelle zum Einsatz, frühere Einheiten mussten noch mit speziellen Reinigungsmitteln oder Essig befüllt werden, wohingegen die aktuellen Modelle auch mit normalem Wasser betrieben werden können.

Pro Wischlauf benutzt der Roboter rund einen Litter Flüssigkeit, wobei nur rund 5 Prozent Reinigungsmittel benötigt werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Bereits ab Kauf wird eine Lösung mitgeliefert, um die ersten Reinigungen direkt ohne Zusatzmittel durchführen zu können. Anschließend kann das spezielle Produkt nachgekauft werden, wobei eine Flasche für rund 16 Reinigungseinheiten reicht. Wie bereits oben erwähnt, kann mit neueren Modellen aber genauso gut nur mit Wasser ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden.

Die Reinigung erfolgt in vier Stufen: Erst wird der lose Schmutz aufgesaugt, anschließend das Wasser oder Reinigungsmittel ausgesprüht, dann verwischt und schlussendlich die schmutzige Lösung wieder aufgenommen. Nach dem Reinigungsvorgang fährt der Scooba von alleine zur Ladestation zurück, um die Batterien wieder aufzuladen, dies dauert in der Regel nur etwa drei Stunden.

Der Wischroboter kann auf allen harten Oberflächen gut eingesetzt werden, allerdings sollte man davon Abstand nehmen, ihn auch auf Teppichen und Vorlegern einzusetzen. Diese werden während der Reinigung automatisch vom Scooba vermieden. Mit einer Tankfüllung können etwa 19 qm gereinigt werden, bis es wieder zur Ladestation zurückgeht. Zusätzlich werden einige Modelle mit iRobot-Technik ausgeliefert, welche virtuelle Wände erzeugt und so dafür sorgen kann, dass nur in bestimmten Räumen gewischt wird.